Von großer Virtuosität zeugen die vorgeblendete Maßwerkfassade, die als "steinernes Spitzentuch" vor dem eigentlichen Bauwerk liegt, und das filigrane Schmuckstück des 142 m hohen Turmes, der bis zum 19. Jh. der höchste der Christenheit war. An diesen Meisterwerken zeigt sich die Kunst der Bauleute, die dem Oeuvre Notre-Dame zu großem Ansehen verhalfen.
Das Münster vereint die unterschiedlichen Stile der Zeit miteinander. Der erste Bau entstand im romanischen Stil. Gotischer als diese ersten Teile wirkt schon der Engelspfeiler (Pfeiler des Jüngsten Gerichts). Im flamboyanten Stil der Spätgotik wurden die Turmspitze und das St. Laurentiusportal errichtet. Auch die Renaissance hat am Münster ihre Spuren hinterlassen. Das Oeuvre Notre-Dame ließ nach Plänen von Massol und Blondel das Münster weiter ausbauen und schließlich Ende des 18. Jh. unter der Leitung von Götz die Emporen der Seitenschiffe als erste Bauteile des Münsters im neogotischen Stil errichten.
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