Die Restaurierung der romanischen Vierungsgalerie

Die achteckige romanische Vierungsgalerie besteht aus einer Arkatur von kleinen Rundbögen aus Hausteinen über Säulchen. Dahinter verbirgt sich der massive Kuppelring aus Ziegelsteinen, welcher die - ebenfalls aus Ziegelsteinen aufgemauerte - Vierungskuppel abstützt.

Die Säulchen ruhen auf einem sockelartigen Unterbau aus Hausteinen, der den Übergang von dem viereckigen Grundriss der Vierung zum Achteck des Vierungsturmes vollzieht.

Dieser Sockel bildet Schrägen aus, die dem gesamten Wasserablauf des Vierungsdaches ausgesetzt sind.

Das Mauerwerk des Sockels muss konserviert und restauriert werden. Es datiert größtenteils aus dem 12. Jahrhundert. Die Sichtflächen der Hausteine weisen einen Randschlag auf  und sind mit dem Dächsel (Polka), der Zahnfläche und der glatten Fläche bearbeitet worden.

Auf zahlreichen Steinen befinden sich eingehauene Zeichen (Steinmettzeichen und Versatzzeichen). Die originalen Säulchen wurden ebenfalls mit dem Dächsel bearbeitet. Kapitelle und Säulenschäfte wurden aus einem Steinblock gehauen.

Die Versatzrichtung der Steine ist an den Steinen, bei welchen ein vertikaler Randschlag fehlt, abzulesen (Sie verläuft von den Ecken zum Zentrum der Mauerflächen). Diese zeigt sich auch an den zuletzt versetzten Bogensteinen der Rundbogenarkatur, oder bei der höhenmäßigen Angleichung einer Mauerschicht.

Die unmittelbar an das Mauerwerk der Vierungsgalerie angrenzenden Bauteile (Dächer, Treppentürme) wurden im Verlauf der Jahrhunderte verändert oder Opfer von Bränden. Die Spuren dieser Umbaumaßnahmen und der Brandspuren sind auf dem Mauerwerk gut zu erkennen.

Der neoromanische Turmaufsatz, welcher 1879 von dem Architekten Gustave Klotz errichtet wurde, ist in den 1990er Jahren restauriert worden. Er war im zweiten Weltkrieg (Bombardierung 11.8.1944) stark beschädigt worden.

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